Quitten gehören zu den weniger bekannten Herbstfrüchten, die jedoch mit ihrem intensiven Aroma und ihrer vielseitigen Verwendbarkeit in der Küche begeistern können. Anders als Äpfel oder Birnen, mit denen sie verwandt sind, können Quitten nicht im unreifen Zustand verzehrt werden – der richtige Erntezeitpunkt ist daher entscheidend für Geschmack und Verwertbarkeit dieser goldgelben Früchte.
Von September bis November ist Quittensaison in Deutschland, doch wann genau die Früchte am eigenen Baum pflückreif sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Während manche Gärtner auf den ersten Frost warten, nutzen andere spezifische Erkennungszeichen für den optimalen Reifezustand. Mit den folgenden acht Merkmalen können Sie zuverlässig feststellen, ob Ihre Quitten bereit für die Ernte sind – und damit für köstliche Marmeladen, Gelees oder das traditionelle Quittenbrot.
Erntezeit: Die Haupterntezeit für Quitten liegt zwischen Ende September und Anfang November, je nach Sorte und regionalen Klimabedingungen.
Optimaler Reifegrad: Quitten sind reif, wenn sie ihre grüne Farbe verlieren, intensiv duften und sich der Flaum leicht abreiben lässt.
Verwendung: Quitten sollten fast immer im gekochten Zustand verzehrt werden, da sie roh hart und adstringierend schmecken.
Wann sind Quitten reif? Der optimale Erntezeitpunkt für die goldene Frucht
Quitten erreichen ihre vollständige Reife in unseren Breitengraden meist zwischen Ende September und Anfang November, je nach Witterung und Region. Die Früchte sind erntebereit, wenn sie ihre grünliche Färbung verlieren und eine goldgelbe Farbe annehmen, ähnlich wie Katzen ihre natürliche Neugierde zeigen, sobald sich eine Gelegenheit bietet. Ein weiteres deutliches Zeichen der Reife ist der intensive, fruchtig-süße Duft, der die Quitten umgibt und sich im ganzen Garten verbreiten kann. Ernten Sie die Früchte vorsichtig von Hand, sobald sie sich leicht vom Zweig lösen lassen, aber noch vor dem ersten Frost, der die Früchte beschädigen könnte.
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Die Reifezeichen der Quitte: So erkennen Sie den perfekten Zeitpunkt
Die perfekte Reife der Quitte lässt sich anhand mehrerer eindeutiger Merkmale erkennen, wobei die intensive goldgelbe Färbung der Frucht das deutlichste Signal ist. Ein weiteres verlässliches Zeichen ist der charakteristische süßlich-aromatische Duft, der sich intensiviert, sobald die Quitte ihre optimale Reife erreicht hat. Achten Sie zudem auf die Beschaffenheit der Früchte, denn reife Quitten geben bei sanftem Druck leicht nach, ohne dabei matschig zu wirken. Die feinen Härchen, die unreife Quitten umgeben, verschwinden zunehmend und die Schale wird glatter, was ebenfalls auf die Erntereife hinweist. In den meisten Regionen Mitteleuropas ist der optimale Erntezeitraum zwischen Ende September und Mitte November, abhängig von Sorte und lokalen Klimabedingungen.
Reife Quitten erkennen: Goldgelbe Farbe, intensiver Duft und leicht nachgebende Konsistenz.
Optimaler Erntezeitraum: Ende September bis Mitte November, je nach Sorte und Region.
Nachreife möglich: Bei kühler Lagerung können leicht unreife Quitten noch 2-3 Wochen nachreifen.
Von August bis November: Der saisonale Reifeprozess verschiedener Quittensorten

Der Reifeprozess von Quitten erstreckt sich über mehrere Monate, wobei verschiedene Sorten zu unterschiedlichen Zeiten ihre optimale Reife erreichen. Die frühen Quittensorten wie die Konstantinopler Apfelquitte können bereits ab Mitte August geerntet werden, während mittelspäte Sorten wie die portugiesische Birnenquitte erst im September oder Oktober ihre goldgelbe Farbe entwickeln. Späte Sorten wie die Champion benötigen hingegen eine längere Reifezeit und sollten, ähnlich wie beim richtigen Zeitpunkt für den Buchsbaumschnitt, erst nach dem ersten leichten Frost geerntet werden, da dies ihre Aromaentwicklung begünstigt. Bei allen Sorten gilt jedoch: Erst wenn die Früchte ihre grüne Farbe vollständig verloren haben und ein intensives Aroma verströmen, sind sie erntereif und können für Quittenbrot, Gelee oder andere Köstlichkeiten verwendet werden.
Unreife vs. reife Quitten: Farbliche und haptische Unterschiede
Unreife Quitten erkennt man an ihrer intensiv grünen Farbe und der dichten, filzigen Schicht, die die Frucht wie ein Pelzmantel umhüllt. Mit fortschreitender Reife wandelt sich die Farbe zu einem strahlenden Goldgelb, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass die Quitte ihre Reife erreicht hat. Während unreife Exemplare sich hart und fest anfühlen, werden reife Quitten leicht nachgiebig, ohne jedoch matschig zu sein. Ein weiteres haptisches Merkmal ist, dass sich der pelzige Flaum bei reifen Früchten leicht abreiben lässt und die glänzende gelbe Schale zum Vorschein kommt.
- Unreife Quitten sind grün und haben eine dichte Filzschicht.
- Reife Quitten zeigen eine goldgelbe Farbe.
- Die Konsistenz ändert sich von hart zu leicht nachgiebig.
- Der pelzige Flaum lässt sich bei reifen Früchten leichter abreiben.
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Regionale Unterschiede: Wann Quitten in verschiedenen Klimazonen ihre Reife erreichen
Die Reifezeit von Quitten variiert stark je nach Klimazone, wobei in mediterranen Regionen die Früchte bereits ab Mitte September ihre volle Reife erreichen können. In Mitteleuropa dauert der Reifeprozess meist länger, sodass die goldgelben Früchte hier typischerweise zwischen Anfang Oktober und Anfang November erntereif sind. Kühlere nördliche Regionen erfordern besonders geschützte Standorte, damit die Quitten überhaupt ausreifen können, was sich bis in den späten November hinziehen kann. In wärmeren Klimazonen wie Südspanien oder Nordafrika können manche Quittensorten sogar schon Ende August ihre charakteristische gelbe Farbe und ihren intensiven Duft entwickeln. Die optimale Reifezeit wird zusätzlich durch die jeweilige Sorte beeinflusst, wobei birnenförmige Quitten tendenziell früher reifen als die apfelförmigen Varianten.
In mediterranen Regionen werden Quitten bereits ab Mitte September reif, während sie in Mitteleuropa erst zwischen Oktober und November erntefertig sind.
Die Reifezeit hängt stark vom lokalen Klima ab: Je wärmer die Region, desto früher können Quitten geerntet werden.
Birnenförmige Quittensorten reifen in der Regel einige Wochen früher als apfelförmige Varianten.
Nach der Ernte: Wie reife Quitten richtig nachreifen und lagern
Nach der Ernte benötigen nicht vollständig ausgereifte Quitten einen kühlen, aber frostfreien Ort zum Nachreifen, wobei sich die Früchte durch einen intensiveren Duft und eine leuchtend gelbe Färbung als reif zu erkennen geben. Bei der richtigen Lagerung können die geernteten Quitten bis zu drei Monate haltbar sein, wenn sie regelmäßig sortiert werden und schadhafte Exemplare – ähnlich wie bei der Pflege anderer Haushaltsgegenstände – sofort aussortiert werden. Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen 0 und 5 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 85 Prozent, wobei die Früchte am besten einzeln in Zeitungspapier eingewickelt und nicht übereinander gestapelt werden sollten.
Die Quitte und ihre Reife: Einfluss von Witterung und Standort

Die Reife von Quitten wird maßgeblich von den klimatischen Bedingungen beeinflusst, wobei sonnige und warme Sommer die Fruchtentwicklung beschleunigen und zu einer früheren Erntezeit führen können. An geschützten, sonnigen Standorten können Quitten bereits Anfang Oktober ihre Reife erreichen, während sie an kühleren, schattigen Plätzen oft erst Ende Oktober oder sogar Anfang November erntereif sind. Starke Regenfälle kurz vor der Ernte können die Qualität der Früchte beeinträchtigen und die charakteristische Behaarung der Schale abwaschen, was ein wichtiges visuelles Reifezeichen ist. Der Standort des Quittenbaums wirkt sich nicht nur auf den Reifezeitpunkt aus, sondern beeinflusst auch den Zuckergehalt und das Aroma der Früchte – in wärmeren Regionen entwickeln Quitten oft ein intensiveres und süßeres Geschmacksprofil.
- Sonnige, warme Sommer fördern eine frühere Reife der Quitten.
- Je nach Standort variiert die Erntezeit zwischen Anfang Oktober und Anfang November.
- Starke Regenfälle können die Fruchtqualität und äußere Reifezeichen beeinträchtigen.
- Der Standort beeinflusst Zuckergehalt und Aromaintensität der Früchte.
Zu früh geerntet? Was tun, wenn Ihre Quitten noch nicht reif sind
Falls Sie Ihre Quitten versehentlich zu früh geerntet haben und diese noch hart und grün sind, können Sie versuchen, den Reifeprozess nachträglich zu fördern. Legen Sie die unreifen Früchte an einen warmen, sonnigen Platz in Ihrer Wohnung und wickeln Sie sie einzeln in Zeitungspapier ein, was die natürliche Reifung durch die Freisetzung des Gases Ethylen beschleunigt. Allerdings sollten Sie beachten, dass zu früh geerntete Quitten niemals den vollen Geschmack und das intensive Aroma erreichen werden wie Früchte, die zum optimalen Zeitpunkt gepflückt wurden. Wenn Ihre unreifen Quitten nach etwa zwei Wochen Nachreifen immer noch zu hart und geschmacklos sein sollten, können Sie sie dennoch für Gelees oder Säfte verwenden, da der höhere Säuregehalt für diese Zubereitungen manchmal sogar vorteilhaft sein kann.
Häufige Fragen zu Wann sind Quitten reif
Woran erkenne ich, dass Quitten erntereif sind?
Reife Quittenfrüchte erkennt man an ihrer vollständig gelben Färbung und dem intensiven, fruchtigen Duft, der deutlich wahrnehmbar ist. Die Früchte lösen sich leicht vom Zweig oder fallen sogar von selbst ab. Der Flaum auf der Schale verschwindet bei den meisten Sorten weitgehend. Auch das Fruchtfleisch verändert seine Farbe von grünlich zu gelblich. Ein weiteres Reifeindiz ist die Festigkeit – erntefähige Quitten sollten noch fest sein, aber leicht nachgeben, wenn man mit dem Daumen drückt. Bei Birnenquitten ist die Reife oft etwas früher erreicht als bei den eher apfelförmigen Varietäten.
In welchem Monat werden Quitten in Deutschland geerntet?
In Deutschland erreichen Quitten ihre optimale Reife typischerweise zwischen Ende September und Ende Oktober. Der genaue Erntezeitpunkt variiert je nach Region, Witterungsbedingungen und Quittensorte. In wärmeren Gebieten wie der Pfalz oder am Bodensee können die goldgelben Früchte manchmal bereits Mitte September pflückreif sein. In kühleren nördlichen Regionen verzögert sich die Erntezeit oft bis in den späten Oktober hinein. Birnenquitten (Cydonia oblonga ‚Pyriformis‘) sind meist etwas früher reif als Apfelquitten (Cydonia oblonga ‚Maliformis‘). Die Sammlung der aromatischen Früchte sollte jedenfalls vor dem ersten stärkeren Frost erfolgen, um Frostschäden zu vermeiden.
Kann ich unreife Quitten nachreifen lassen?
Ja, Quitten gehören zu den klimakterischen Früchten und reifen nach der Ernte tatsächlich nach. Lagern Sie die noch nicht vollständig ausgereiften Exemplare bei Zimmertemperatur an einem luftigen, hellen Ort, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. Die goldgelben Früchte benötigen etwa 1-2 Wochen, um ihre Aromastoffe vollständig zu entwickeln. Ein deutliches Zeichen der Nachreifung ist der zunehmend intensivere, charakteristische Duft der Frucht. Legen Sie die Quittenfrüchte einzeln aus und wenden Sie sie gelegentlich, um Druckstellen zu vermeiden. Beachten Sie jedoch: Stark unreife oder grüne Quitten entwickeln nicht die volle Geschmacksintensität und Süße wie am Baum ausgereifte Exemplare.
Was passiert, wenn ich Quitten zu spät ernte?
Bei zu später Ernte der goldgelben Früchte drohen mehrere Qualitätseinbußen. Überreife Quitten verlieren ihre Festigkeit und werden mehlig, was ihre Verarbeitungseigenschaften deutlich verschlechtert. Das Fruchtfleisch kann braune Stellen entwickeln und der typische Aromastoff nimmt ab. Zudem steigt die Anfälligkeit für Fäulnis und Schimmelbildung im Kerngehäuse erheblich. Mit den ersten Frösten besteht außerdem die Gefahr von Frostschäden, die das Fruchtgewebe zerstören und die Lagerungsfähigkeit drastisch reduzieren. Überdies bieten überreife Quittenexemplare einen idealen Nährboden für Schädlinge und können so zur Ausbreitung von Obstbaumkrankheiten beitragen. Für optimale Qualität und Haltbarkeit sollten die Früchte daher rechtzeitig geerntet werden.
Wie unterscheidet sich die Reifezeit verschiedener Quittensorten?
Die Reifeperiode variiert zwischen den Quittensorten erheblich. Frühe Sorten wie ‚Champion‘ und ‚Konstantinopler Apfelquitte‘ erreichen ihre Pflückreife bereits ab Mitte September. Mittelfrühe Varietäten wie die birnenförmige ‚Bereczki‘ oder die beliebte ‚Vranja‘ sind typischerweise Anfang bis Mitte Oktober erntebereit. Späte Sorten wie ‚Portugiesische Quitte‘ oder ‚Bourgeault‘ benötigen länger und können bis Ende Oktober oder sogar Anfang November am Baum verbleiben. Die Sortenwahl sollte daher an das regionale Klima angepasst werden – in kühleren Gebieten empfehlen sich frühreifende Quittenbäume, während in warmen Regionen auch Spätleser gut gedeihen. Der Reifegrad lässt sich unabhängig von der Sorte am charakteristischen Duft und der vollständigen Gelbfärbung erkennen.
Kann ich Quitten essen, wenn sie noch hart sind?
Harte Quitten sind zwar prinzipiell genießbar, jedoch geschmacklich und kulinarisch deutlich minderwertig. Das Fruchtfleisch unreifer Früchte enthält mehr Gerbstoffe, wodurch es sehr herb und adstringierend schmeckt. Zudem sind die wertvollen Aromastoffe noch nicht vollständig entwickelt, was zu einem flacheren Geschmackserlebnis führt. Die typische Duftnote der goldgelben Quittenfrüchte entfaltet sich erst mit fortschreitender Reife. Auch die Konsistenz unreifer Exemplare ist problematisch – sie sind extrem hart und steinig, was sowohl den Rohverzehr als auch die Verarbeitung erschwert. Der Zuckergehalt steigt ebenfalls erst während des Reifeprozesses an. Für sämtliche Verwendungszwecke wie Gelees, Kompott oder Quittenbrot sollten daher ausgereifte, aber noch feste Früchte verwendet werden.